Reitplatz Beleuchtung

Reitplatz Beleuchtung Freundlich EnergiesparendBeleuchtung auf einen Reitplatz kann richtig gemacht werden und viel Spaß mit dem Pferd bringen oder direkt ins Gegenteil gehen und den Frust von Reiter und Pferd fördert. Durch die richtige Positionierung von Masten und die Bestückung mit der passenden Technologie ermöglicht man ein Harmonisches Gefüge von Helligkeit und Gleichmäßigkeit. Diese beiden Eigenschaften sind der Grundstein für ein sorgenfreies reiten und für eine gute Basis des Pferdes.

Anforderungen an die richtige Beleuchtung

Grundbedürfnisse bei einer Beleuchtung für den Reitsportbetrieb sind eine hohe Gleichmäßigkeit und eine gute Helligkeit. Schafft man es beide Eigenschaften auf einen guten hohen Wert zu bringen stört es die Pferde nicht und der Hell- Dunkelunterschied stört das Pferd nicht. Große Empfindlichkeit bei Helligkeitsunterschiede können vor allem bei jungen Pferden zu Problemen führen und liefern somit kein zufriedenstellendes Ergebnis im Reitbetrieb.

Vergleichswerte für die notwendige Helligkeit

Um eine ausgewogene und richtige Beleuchtung für den eigenen Reitplatz zu erreichen, benötigt man ein wenig Wissen in der Theorie. Lux, Lumen oder Candela haben die meisten schon einmal gehört, aber eine genauere Vorstellung was hinter den Begriffen steckt, haben die Wenigsten.

Lux ist die Einheit für die Beleuchtungsstärke, umgangssprachlich würden wir einfach sagen die Helligkeit. Um die genauen Werte zu ermitteln, gibt es sogenannte Luxmeter, die die Helligkeit der einzelnen Räume oder Flächen messen können.

Lumen ist die Einheit des Lichtstroms, welcher ein Maß für die Gesamte von einer Strahlungsquelle ausgesendeten, sichtbaren Strahlung ist. Der Lichtstrom einer Kerze beträgt ca. 10 lm. Wenn man nun in einem Abstand von 2m die Beleuchtungsstärke, oder Helligkeit, misst kommt man auf folgendes Ergebnis: 1 lx = 1 lm /m² => 10 lm / (4 π . (2m . 2m)) = 0,20 lm / m² = 0,25 lx

Lux ist also die Leuchtststärke in einer gewissen Entfernung

Aussenreitplatzbeleuchtung für SpringturniereEine Glühlampe mit 100 Watt hat etwa 1.400 lm. Eine Leuchtstofflampe mit 20 Watt hat mit 1.200 lm fast die gleiche Lichtleistung. Dieses einfache Beispiel veranschaulicht, dass bei der Auswahl eines Leuchtmittels auf die Lichtausbeute, d.h. wie viel Lumen bei einer bestimmten aufgenommenen, elektrischen Leistung erbracht werden, geachtet werden muss.

Candela (Cd) ist die Einheit für die Lichtstärke, d.h. den Lichtstrom, der in eine bestimmte Richtung strahlt. Die Leuchtdichte ist schließlich der Helligkeitseindruck, den eine beleuchtete Fläche dem Auge vermittelt. Sie hängt von der Beleuchtungsstärke und dem Reflexionsgrad der Fläche ab und wird in cd/m² angegeben.

Diese einfachen drei Einheiten sind die Grundlage der Lichtberechnung und kommen immer wieder vor wenn man von der Güte und der Qualität einer Beleuchtung spricht.  Schafft man es nun das Theoretische Wissen mit der Praxis zu vereinbaren und stellt das Ganze in einen Wirtschaftlichen Zusammenhang kommt man auf einen Teilbereich der für jeden interessant sein kann.

Beleuchtung Reitplatz außen

Ein Außenreitplatz wird am besten mit Strahlern und Leuchten auf Masten beleuchtet. Bei der Verwendung von Entladungslampen (meist Metalldampflampen) kommt der Vorteil der geringeren Blendung und des kleineren Stromverbrauches stark zum Tragen. So lässt sich z.B. ein 500 Watt Halogenstrahler leicht durch einen 70 Watt Metalldampfstrahler ersetzen. Die höheren Anschaffungskosten rechnen sich also schon nach kurzer Zeit. Bei der Beleuchtung eines Außenreitplatzes bieten höhere Masten den Vorteil einer gleichmäßigeren Ausleuchtung und der Blendungseffekt verringert sich. Das Licht kommt von oben und nicht von der Seite. Zu empfehlen sind Masten mit mindestens sieben Metern, besser sind zehn Meter oder hohe Masten mit Auslegern. Selbstverständlich lässt sich auch ein angrenzendes Gebäude sehr einfach als Montageplatz eines Aussenflutlichtstrahlers verwenden. Wie bereits bei der Reithalle beschrieben, gelten ebenso die gleichen Regeln bei der Beleuchtung im Außenbereich, denn auch hier soll eine Blendung von Pferd und Reiter vermieden werden. Besonders wichtig ist hier eine geringe bis keine Schattenbildung im Bereich des Hufschlages. Falls Metalldampfentladungslampen verwendet werden, ist darauf zu achten dass diese in zwei Varianten angeboten werden und es symmetrische und asymmetrische Beleuchtungsvarianten gibt. Der Vorteil der asymmetrischen Bauart liegt in der verminderten Blendwirkung, da der Lichtkegel schräg nach vorne und nicht symmetrisch von der Lampe wegstrahlt.

Bei einem Außenreitplatz ist eine minimale Beleuchtungsstärke von ca. 120 Lux einzuhalten. Beim Springtraining, oder gar Wettbewerben, ist eine höhere Beleuchtung anzustreben. Der Grund liegt in den schnelleren Bewegungen und somit benötigt das Auge eine bessere Ausleuchtung des Reitplatzes.

 

Leuchtstärken bei Aussenreitplatzbeleuchtung
Minimale Anforderung 120 Lux
Empfohlene Anforderung 150 - 250 Lux
Wettbewerbe 600 Lux

 

Lichtmast entscheidet über Qualität und Kosten

Reitplatz Beleuchtung für Dressour Anders als bei einer Hallenbeleuchtung wo die Dachkonstruktion als Montageplatz für die Beleuchtung hergenommen wird ist es bei Aussenreitplätzen nötig die Aufhängepunkte extra zu erstellen. Dieser Faktor ist sehr oft auch der Preisgestalter bei solchen Projekten. Jeder kann sich das Vorstellen wenn die Beleuchtung von weiter Oben kommt wird die Schattenbildung und Blendung geringer. Das Licht fällt wie von der Sonne direkt von oben auf den Boden und das Pferd und der Reiter werfen nur den Schatten nach unten. Sind die Masten jedoch sehr Flach und es kommt das Licht schräg auf den Reitplatz ist die Schattenbildung um einiges größer und die Lichtqualität ist sehr gering.

Die Lösung 16 Meter hohe Masten auf einen Reitplatz zu stellen wäre sicher das optimale, jedoch finanziell bei Reitplätzen wo kein Turnier veranstaltet wird nicht finanzierbar. Der Kompromis liegt also in der Mitte, mehr Masten weniger Leistung pro Strahler oder höhere Masten mit stärkerer Beleuchtung pro Fluter.

 

Beispiel Reitplatz Beleuchtung 40m x 20m

Entladungslampe
12 Stück
8m

Entladungslampe
12 Stück
12m

Entladungslampe
8 Stück
8m

Hallenbild Reitplatz Beleuchtung mit Metalldampflampen Reitplatz Beleuchtung mit Metalldampflampen Reitplatz Beleuchtung mit Metalldampflampen
Randbedingungen Reithalle
Länge [m] 40
Breite [m] 20
Fläche [m²] 800
Lichttechnische Ergebnisse
Mittlere Beleuchtungsstärke [Lux] 174 160 206
Minimale Beleuchtungsstärke [Lux] 41 54 88
Gleichmäßigkeit g1 [ ] 0,23 0,34 0,43
Gleichmä´ßigkeit g2 [ ] 0,14 0,27 0,28
Gesamt Lichtstrom der Beleuchtung [Lumen] 444.000 444.000 360.000

Gesamt Leistung Hallenbeleuchtung [Watt]
inkl. Vorschaltgerät

4.980 4.980 8.240
Helligkeitsverteilung Helligkeitsverteilung Reitplatzbeleuchtung 40x20 Helligkeitsverteilung Reithallenbeleuchtung Metalldampflampe Helligkeitsverteilung Reitplatzbeleuchtung 40x20
Energietechnische Ergebnisse
Watt / Fläche [W/m²] 6,2 6,2 10,3
Watt / Helligkeit [W/Lux] 28,6 31,1 40,1
Lichtstärke / Watt [Lumen/W] 89 89 46
Energiekosten im Vergleich
Kosten / Stunde* [€] 0,97 0,97 1,65
Kosten / Lux* [€] 0,57 0,63 0,80
20
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