Optimales Licht               

Schon seit Urzeiten hat der Mensch das Bedürfnis Licht an Orte zu bringen, die nicht vom natürlichen Licht erleuchtet waren. Den Anfang der künstlichen Beleuchtung hat man sicherlich in den Höhlen und mit den Lagerfeuer gemacht, der Mensch lernte das man durch anzünden von Kerzen, Fackeln, Öllampen oder ähliches gezielt dunkle und nicht beleuchtete Räume mit erhellen kann und somit auch Unbewohnten Raum bewohnbar machte.

Laut Statistiken verbringt der normale Europäer ca. 90% seiner Zeit in geschlossenen Räumen; sieht man von der Beleuchtung durch das Fenster ab, wird diese Situation vorwiegend von künstlicher Beleuchtung erledigt. Die Lichtplanung ist also ein entscheidender Faktor bei der Gestaltung von Räumen und von der Schaffung optimaler Arbeitsplätze.

Ein Nebeneffekt; der durch optimales Licht erreicht wird, ist sicherlich die Tatsache, dass gut ausgeleuchtete Arbeitsplätze den Menschen davor schützen voreilig zu ermüden. Es gibt den Menschen die Möglichkeit bei hoher Konzentration zu arbeiten und gleichzeitig das Müdigkeitsgefühl in gewissen Grenzen zu halten.

Richtlinien für optimales Licht

Aufgrund von Normungen ist es heute sehr klar was man unter optimalen Lichtverhältnissen versteht und wie man die Beleuchtung anbringen soll, um für jeden Anwendungsfall das richtige Licht zu erhalten. Es macht einen großen Unterschied, ob man einen Lichtberater um Rat fragt, der einen dabei hilft die richtige Beleuchtung auszuwählen oder ob man sich der wohl naheliegensten und günstigsten Lösung widmet.

Der zu beleuchtende Raum wird für die Auslegung der Beleuchtung in unterschiedliche Bereiche geteilt und für jeden Teilbereich wird dann ein kleines Lastenheft generiert. Man definiert also welche Aufgaben in welchen Bereichen durchgeführt werden sollen und daraus resultieren die benötigten Helligkeitswerte.

Emotionen spielen in vielen Faktoren des Lebens eine wichtige Rolle, daher ist es auch beim Licht sehr wichtig, das richtige Empfinden für die Personen, die sich am häufigsten in dem Raum aufhalten, zu treffen. Es macht keinen Sinn einen Wohnbereich mit kaltweißem Licht zu beleuchten, da sich der Mensch in diesem Raum nicht wohlfühlen wird. Genausowenig ist es produktiv in einem Büro eine Wohlfühlatmosphäre wie in einer Wellnesoase zu generieren, da der Mensch hier eher zum Relaxen als zum produktiven Arbeiten verleitet wird.

Durch die Auswahl der Farben und der Technologie landet man sehr schnell bei der eigentlichen Auswahl der Leuchten, die für den jeweiligen Anwendungsfall möglich sind. Berücksichtigt man dann noch die technischen Möglichkeiten und die Umgebungsbedingungen, ist der Lichtplaner schon fast am Ziel, um erste Entwürfe zu gestalten.

Die Schwierigkeit der Lichtplanung liegt sicherlich im Detail. Es sind verschiedene Punkte, die vereint werden müssen und so fällt es schwer Design, Lichttechnologie, Wirtschaftlichkeit, Energieeffiziens und Anschaffungspreis in ein homogenes Verhältnis zu bringen. Sehr oft ist es ratsam sich im vorhinein Gedanken zu machen über die wichtigsten Punkte.

Ergebnis der Lichtplanung

Der Lichtplaner hat die Aufgabe mit den angegebenen Lastenheft (Anforderungen) einen Vorschlag für die Anordnung zu liefern; er visualisiert die Möglichkeiten in einer für den Kunden veranschaulichten Form.

Zu berücksichtigen sind dabei immer die Anwendungsfälle und das daraus nötige Beleuchtungsniveau. In der folgenden Tabelle haben wir einige Beispiele gängiger Anwendungsfälle dargestellt, um zu zeigen wie unterschiedlich die Kosten und Anforderungen von Beleuchtungsanlagen sein können.

Beleuchtungsniveau
[Lux]

Anwendungsfall für die Beleuchtung

Flur

Min. 20 Lux

Fahrwege

Min. 50 Lux

Produktion mit groben gelegentlichen Eingriffen

Min 100 Lux

Fertigungsanlagen (z.b. Anlagenbau)

300 Lux

allgemein Bildschirmarbeitsplätze (z.b. Verpackung)

300 – 500 Lux

Büros

500 Lux

Feinmontagen, hohe Konzentration

1000 Lux

Sonniger Sommertag

100.000 Lux

 

Einfache Berechnungen des Beleuchtungsniveaus sind sehr schnell möglich, doch sind für eine abgestimmte und gute Beleuchtung auch anderen Faktoren miteinzubringen, wie

  • Blendung
  • Schattenbildung
  • Farbwiedergabe und Farbtreue
  • Behaglichkeit

und sich einige Gedanken darüber zu machen, ob man die richtige Wahl getroffen hat.

Grobe Fehler passieren immer wieder bei der Farbwahl, hier lässt sich der Mensch zu sehr davon leiten, was er persönlich als angenehm empfindet, doch ist sehr oft der Urinstinkt nicht der beste, den jeder Mensch in sich hat. Es kommt immer darauf an, ob man die Lichtfarbe im privaten oder im gewerblichen Bereich sieht und wie man dort das Licht einsetzen möchte.

Wohlfühlen des Menschen bei Licht
Behaglichkeit Mensch/Licht - ©Osram.at

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