clip_image014_0000

Glühlampen-Verbot sinnvoll?

Mit dem Glühlampenverbot sind Glühlampen durch alternative Leuchtmittel zu ersetzen. Dadurch wurde viel Aufruhr erzeugt. Einerseits, da die weit verbreitete Meinung gilt, es gibt noch keine passende Alternativen zur Glühbirne gibt, andererseits, da sich viele Menschen nicht vorschreiben lassen wollen welche Art von Leuchtmittel sie kaufen müssen und welche nicht. Beide Meinungen haben durchauch ihr Recht!

Ein einfallsreicher Künstler hat dies zum Anlass genommen um einen Versuch zu starten und die Glühbirne nicht mehr als Beleuchtungskörper zu verkaufen, sondern als Heizung mit hohem Wirkungsgrad – eine Glühbirne erzeugt immerhin 95% Abwärme und nur fünf Prozent der Energie werden in Licht umgewandelt. Somit hat dieses Projekt durchaus seine Daseinsberechtigung, denn der Künstler wollte vermutlich nicht – nur – Geld damit verdienen und die Glühbirnen verkaufen, sondern auch darauf aufmerksam machen wie man bestimmte Regelungen der EU durch andersformulieren umgehen kann. Das Projekt funktionierte auch einige Zeit, mittlerweile wurde aber diese Umgehung des Verkaufs der Glühbirne ebenfalls verboten.

Nachdem im September 2009 Glühlampen über 100W verboten wurden und 2010 alle über 75W folgt nun im September 2011 das Produktionsverbot aller Glühlampen über 60W. Restbestände welche Händler auf Lager haben dürfen natürlich weiterhin verkauft werden. Dies wird wahrscheinlich auch dazu führen, dass viele Händler sich vorab mit 60W Glühbirnen eindecken und diese dann nach dem Verbot der Produktion zu erhöhen Preisen an den Konsumenten weitergeben. Somit sollte für alle die solche Glühbirnen noch benötigen gesagt sein, dass sie sich möglichst bald eindecken sollten.

Aber man sollte auch bedenken, dass es mittlerweile sehr gute Alternativen zu der klassischen Glühbirne gibt. Sogar solche mit den exakt selben Eigenschaften – angenehme Lichtfarbe, dimmbar, günstig. Damit sind die Halogenbirnen gemeint. Diese haben den Vorteil, dass sie um zirka ein Drittel weniger Strom brauchen als die klassischen Glühbirnen und ebenso 1:1 austauschbar sind. So kann z.B. eine 60W Glühbirne durch eine mit 42W ersetzt werden. Preislich kostet eine solche Halogenlampe ca das doppelte, jedoch ist auch die Lebensdauer mindestens doppelt so hoch wie jene der klassischen Glühlampe.

Eine weitere – von der EU gewünschte – Alternative ist die Energiesparlamnpe. Diese ist jedoch aufgrund des – wenn auch geringen – Anteils von Quecksilber sehr umstritten. Das Funktionsprinzip der Energiesparlampe beruht auf dem der Leuchtstoffröhre, jedoch nur in viel kleinerer Bauweise. Auch Kompaktleuchtstoffröhren funktionieren mit dieser Technik. Grundsätzlich kann man sicher behaupten, dass Energiesparlampen eine gute Alternative zu Glühlampen sind, da diese eine sehr hohe Energieeffizienz haben. Aber man sollte auch bedenken, dass der Energieaufwand bei der Herstellung auch viel höher ist als bei der Glühlampe und somit der globale Energieaufwand nicht so gut ist wie gedacht. Auch sind dimmbare Energiesparlampen sehr teuer und die Vorwärmzeit ist nicht immer nebensächlich. So ist z.B. bei der Beleuchtung von Kellerstiegen, WC’S oder sonstigen Räumen wo schnell Licht gebraucht wird, welches nicht sehr lange eingeschaltet ist eine Energiesparlampe vielleicht nicht die optimale Alternative. Aber dazu gibt es ja auch die Halogen-Glühlampe wie schon vorher geschrieben. Besonders in Gangbeleuchtungen von Hotels, Wohnzimmer, Küchen oder auch Büros und Außenbeleuchtungen sind Energiesparlampen klar der Glühlampe zu bevorzugen.

Die Frage ist nun warum hier LEDs nicht behandelt wurden….

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (Keine Meinungen - Stimmen Sie ab!)
Loading ... Loading ...