LED-Lampen 2012

LED als Alternative zur Glühlampe

Im letzten Artikel ging es um das Verbot von Glühlampen und über Ersatzprodukte wie Halogen-Glühlampen und Energiesparlampen. Das Thema LED wurde noch nicht behandelt, da ein eigener Artikel dafür viel sinnvoller ist.

LED Produkte gibt es mittlerweile schon seit einigen Jahren und die Technologie ist teilweise schon gut entwickelt. Es gibt verschiedene Arten bzw Bauweisen von LED Leuchtmittel. Wie zum Beispiel LED Leuchtmittel mit vielen kleinen LEDs (dies ist die günstigste Variante) bis hin zu Power-LEDs wo nur eine einzige LED verbaut ist und das Licht mittels entsprechenden Reflektors verteilt wird. Auch gibt es mittlerweile schon dimmbare LEDs, welche jedoch einerseits sehr teuer sind, andererseits ist es leicht möglich, dass diese LED Leuchtmittel früher defekt werden als andere nicht dimmbare.

Der große Vorteil gegenüber normaler Glühlampen oder auch Energiesparlampen ist, dass LED Leuchtmittel einen viel geringeren Stromverbrauch haben als andere Leuchtmittel. Auch ist es mittels LEDs mit GU10, E14 oder E27 Fassung möglich, diese direkt mit 220V zu betreiben. So spart man sich nicht nur die Zusatzkosten eines separaten Treibers (Trafo), sondern auch der Stromverbrauch sinkt, da die Verlustenergie der Abwärme des Treibers entfällt.

Jedoch sollte auch gut nachgedacht werden, in welchen Einsatzgebieten LED Leuchtmittel eingesetzt werden, da es nicht immer aufgrund des hohen Anschaffungspreises ein Kostenvorteil ist, wenn man auf LED umrüstet. In Bereichen wie Stiegen Abgängen, Abstellräumen, etc. ist die Brenndauer meist nur sehr kurz und somit würde sich ein Tausch einer herkömmlichen Glühlampe nur bedingt rentieren. Ganz anders sieht dies natürlich in Büroräumen, Restaurantbereichen, Küchen oder auch für Außenbeleuchtung aus. Dort rentieren sich LED Leuchtmittel nicht nur sehr schnell über die Einsparung des Stromverbrauchs, sondern auch direkt über die Kosten für die Ersatzleuchtmittel selbst. Oft wird nämlich vergessen, dass nicht nur die Stromkosten zählen, sondern auch der Wiederbeschaffungswert des Leuchtmittels selbst. So hat ein LED Leuchtmittel eine Lebensdauer von 20.000 bis 30.000 Stunden. In diesem Zeitraum muss man mit einem Mindestverbrauch von 30 Glühlampen rechnen, denn diese haben nur eine Lebensdauer von zirka 1.000 Stunden. Im nicht-privaten Bereich würden sich dann auch noch die Personalkosten zum Austausch des Leuchtmittels addieren, womit sich eine noch schnellere Amortisationszeit ergeben würde.

Um nun abschließend ein Resümee zu ziehen, ob ein Verbot von Glühlampen durch die EU sinnvoll ist oder nicht: Dies liegt natürlich immer im Auge des Betrachters. Letztendlich sollte es natürlich jeder selbst entscheiden können, welches Produkt verwendet wird, doch andererseits liegt es leider in der Gewohnheit des Menschen sich von alten und oft nicht mehr zeitgemäßen Dingen zu trennen und sich neuen Technologien zu widmen. Glühlampen waren jahrzehntelang ein ausgereiftes und hervorragendes Produkt, doch nun ist die Ende der Lebensdauer erreicht und LED werden – ob wir wollen oder nicht – in unserem Alltag eine immer wichtigere Rolle spielen. Dies sieht man zurzeit am besten bei der Autoindustrie. Dort werden schon fast jedem neunen Fahrzeug nur mehr LED Lichter integriert. Dies hat nicht nur designtechnische Gründe, sondern auch praktische, denn wer wechselt denn gerne die Leuchtmittel des Abblendlichts?

Somit kann gesagt werden: Glühlampenverbot ist der einzige Weg wie die LED zur Gewohnheit wird!

(RS-Rieste)

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